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Obedience - Die hohe Kunst der Zusammenarbeit

Eigentlich hatte ich gar keine wirklichen Obedience Ambitionen, doch dann kam Bo.

Geplant hatte ich "nur" eine solide Grundausbildung, mit der man sicher und freudig eine Begleithundprüfung bestehen kann. Inspiriert von Anna und ihrem Bo-Halbbruder Adato und um einige Erfahrungen reicher, was die Ausbildung von Hunden angeht, baute ich alle Unterordnungselemente mit dem Clicker auf. Bo legte ein enormes Tempo beim Erlernen der Fußarbeit an den Tag und ich fand Gefallen an der Möglichkeit immer und überall trainieren zu können. Und so hatten wir dann auch recht schnell Obedience mit auf dem Plan.

 

 

Bo hat es mir gerade in diesem Bereich immer leicht gemacht. Sie arbeitet mit so viel Freude und Schnelligkeit, dass wir nach nur einem Jahr Obedience unsere erste Prüfung Klasse 3 laufen konnten und diese mit 277,5 Punkten und einem Vorzüglich bestehen konnten.

Unser erstes Obedience Turnier war allerdings ein Desaster, was sicherlich nicht an Bo lag, sondern vielmehr an dem was ich geübt hatte. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass wir zu dem Zeitpunkt noch keine Obedience Abteilung in unserem Verein hatten, ich noch nie ein Obedience Turnier gesehen hatte, ich alle Übungen allein aufgebaut habe und noch nie ein Obedience Seminar besucht hatte. Eine doofe Idee von mir. Winken

Keine Ahnung und kein Plan wie so ein Turnier also abläuft, war ich mir aber ziemlich sicher, dass wir die einzelnen Übungen perfekt beherrschen. Allerdings hatte ich nie mit Pylonen auf dem Platz geübt. So steckte Clicker Bo während der Freifolge ganz cool die Nase in so ein Hütchen ... vielleicht war das ja auch eine Übung Lächeln

Zudem hatte ich mir auch keine Gedanken gemacht, dass es vielleicht mal etwas länger dauern könnte, bis so eine Übung anfängt. Geübt hatte ich halt Grundstellung und los geht's. Hatte zur Folge, dass Bo etwas uneinsichtig war, dass man warten musste bevor es losgeht. So hüpfte sie neben mir auf und ab, bellte fröhlich rum und war aller bester Laune. Hier raten wir mal allen Erststartern: "Schaut euch ein Obedience Turnier in aller Ruhe an, besucht ein Seminar und sucht euch Trainings-Partner mit Turniererfahrungen!" *grins*

Um einige Erfahrungen und ein Seminar bei Brigitte Lange reicher, liefen Bo und ich 4 Monate später erneut eine Beginner und starteten unseren Durchmarsch in die Klasse 3.

 23.09.2007 Mensch und Hund im Münsterland
 Beginner 145 Punkte  Nicht bestanden
 27.01.2008 DVG MV Ahlen
 Beginner 286 Punkte
 Vorzüglich (Platz 4)
 13.04.2008 Mensch und Hund im Münsterland
 Klasse 1
 301 Punkte
 Vorzüglich (Platz 2)
 25.05.2008 SSHV Lerbeck Klasse 2
 286,5 Punkte
 Vorzüglich (Platz 1)
 28.09.2008 Mensch und Hund im Münsterland
 Klasse 3
 277,5 Punkte
 Vorzüglich (Platz 1)

 

 

 

 

Heute betreue ich 20 Teams, von der Hausfrau bis hin zum ambitionierten Turnierteilnehmer, vom winzigen Terrier-Mix über Jagdhunde und Retriever bis hin zu den Arbeitsrassen Border Collie und Australian Shepherd und lerne mit jeden Team neue Wege und Möglichkeiten mit Hunden zu arbeiten. Eine Arbeit die mir unheimlich viel Spaß macht und mich immer wieder fordert, denn kein Team ist wie das andere.